Der neue "Hebammenhilfevertrag"

worum geht´s und was bedeutet das für Euch und uns?

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und euch kurz erklären, welche Änderungen sich in der Betreuung aus dem neuen Vertrag ergeben. Ich möchte hervorheben, dass wir nicht die Verantwortlichen für die Änderungen sind und auch unter dem neuen Vertrag leiden.

Bitte habt Verständnis, dass wir nicht anders handeln können!


Der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV), die beiden Hebammenverbände, sowie das Netzwerk der Geburtshäuser haben über den neuen Gebührenkatalog entschieden.

Dieser Gebührenkatalog entscheidet über die Vergütung von uns Hebammen.

 

Ab dem 01.11.25 ergeben sich folgende Änderungen: 

 

  • Keine Beratung mehr per WhatsApp/SMS/ Mail -  es wird keine Beratung per digitalem Medium mehr gezahlt.
  • Telefonische Beratungen nur zwischen 5 und 10 Minuten abrechnungsfähig und es muss für jede Beratung eine Unterschrift der Versicherten eingeholt werden.

☝🏻Das bedeutet, dass keine Beratungen mehr über digitale Medien angeboten werden können.

Eine kurze telefonische Beratung bedeutet in der Masse einen so großen Bürokratieaufwand im Arbeitsalltag, dass das einfach nicht gestemmt werden kann.

 

Daher: Es muss immer ein Termin vereinbart werden, wenn Fragen aufkommen.

Bitte notiert alle Fragen, damit wir alles beim Termin klären können und nichts vergessen wird.

 

Ausnahme: Terminvereinbarungen - alles andere muss leider unbeantwortet bleiben...

 

Weiteres: 

  • Hausbesuche werden künftig nach Zeit abgerechnet, das bedeutet, dass kurze Hausbesuche sich nicht mehr rechnen. Im Frühwochenbett (erste 10 Lebenstage bis zu 90 Minuten Besuche, aufteilbar in zwei Besuche). Ab dem 11. Lebenstag sind 60 Minuten möglich.
  • Laboruntersuchungen, die nicht in den Mutterschaftsrichtlinien aufgeführt sind, sind künftig immer privat zu zahlen.
  • Viele Materialpauschalen sind gekürzt worden, das bedeutet, dass wir noch wirtschaftlicher arbeiten müssen.
  • Der Bürokratieaufwand ist weiter gestiegen. Da Hebammen keine Büroangestellten haben, anders als  Ärzte, lastet nun noch mehr Druck auf uns.

Wir hoffen, dass Ihr Verständnis mit uns habt, dass einige Dinge nicht mehr wie gewohnt laufen können. Die Einsparungspolitik wird wie immer weiter auf dem Rücken von uns Frauen und unseren Kindern ausgetragen.

Bei Fragen/Kritik wendet Euch bitte direkt an Eure Krankenkasse! Eure Stimme muss gehört werden, unsere wurde leider überhört...

[email protected]